Abschiebung und Polizeigewalt
Richard am 29. April 2010 um 21:33Heute fand um ca. 20:00 Uhr die Abschiebung eines Fußballclubs, dessen Mitglieder Migrationshintergrund haben, an der Ecke Alserstraße / Hernalser Gürtel statt. Die Versuche den Polizeibus durch eine Sitzblocke aufzuhalten, wurde unter Einsatz polizeilicher Gewalt, vereitelt. Trotz der Betäuerungen der kurzfristig zusammengekommenen und nicht angemeldeten Demonstrationsbewegung, dass kein gewaltsamer Widerstand geleistet wird, griff eine Wega-Einsatzgruppe hart durch. Leute wurden gerempellt und zu Boden geworfen. Der Abschiebungsbus schaffte es aber nur eine Straße weit, wo sich mittlerweile eine weitere Menschenkette gebildet hat. Auch diese wurde jedoch durch Wega-Einsatzkräfte mit aller Brutalität zurückgedroschen. Die Bekundung des friedlichen Widerstandes und des zivilen Protests gegen den menschenrechtswidrige Abschiebungen wurde von der Staatsgewalt aufgerieben. Der Polizeibus konnte aber nicht weiterkommen, weshalb die Entrechteten in einen zweiten Bus verladen wurden und über eine Lücke auf der mittlerweile teilweise geräumten Alserstraße die Verschleppung letztlich leider doch gelang.
Ein äußerst trauriges Symbol für einen demokratischen Rechtsstaat, auf friedliche Demonstrant_innen einzudögeln und derart repressiv vorzugehen. Die hier gezeigte Gewalt hat ein neues Ausmaß erreicht, welches zuletzt bei der Anti WKR-Ball-Demo an den Tag gelegt wurde.
