gewählt…
David am 5. Mai 2009 um 19:37… wird an der Uni nicht nur die ÖH. Auch die ArbeiterInnenkammerwahlen hinterlassen Spuren. Gleich hinter dem ÖH-Wahlen-Hotspot zwischen SchottInnentor und Hauptgebäude hab’ ich heute das entdeckt:

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| Ich studiere Geschichte und Publizistik (in dieser Reihenfolge) und mache mir so meine Gedanken. Manchmal teile ich sie auch. |
… wird an der Uni nicht nur die ÖH. Auch die ArbeiterInnenkammerwahlen hinterlassen Spuren. Gleich hinter dem ÖH-Wahlen-Hotspot zwischen SchottInnentor und Hauptgebäude hab’ ich heute das entdeckt:

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…ist an und für sich eine tolle Sache. Das Problem ist aber die Beschaffung. Essen sollte möglichst billig, gut, schnell und gesund sein und das gebrauchte Geschirr sich am besten selbst abwaschen. Kaufen is teuer und ungesund. Bleibt also noch das Selbermachen. Da sich meine Kenntnisse dafür auf die einfachsten Gerichte beschränken, suche ich eine vielversprechende Auswahl an Kochbüchern:
Der erste Buch ist zugeschnitten auf StudentInnen. Es liefert nicht nur Rezepte sondern gibt auch Tipps für Werkzeug und Essensvorrat. Demzufolge bin ich von der Ausstattung her auf Profi-Level. Die folgenden Rezepte klingen auch gut und machbar, nach vierzig Seiten bin ich aber noch immer bei den Salaten. Die darauf folgende Kategorie “Blitzrezepte” ist zweifellos die brauchbarste, umfasst aber gerade mal 15 Rezepte, auf die ich mit einiger gedanklicher Anstrengung auch gekommen wäre. (zB Palatschinken und Eierspeis)
Das zweite Buch nennt sich “Kochschule” und vom Cover lacht Jamie Oliver. Soo sympathisch war der mir bis jetzt noch nicht - und wird es auch nicht werden, nachdem ich die Einleitung überflogen habe. Nahe dem Größenwahn sieht er dieses Kochbuch nämlich als Möglichkeit den Hunger zu bekämpfen, PolitikerInnen Demokratie beizubringen und (da bin ich mir sicher) auch den Klimawandel abzuwenden. Das Buch lege ich schließlich weg, weil die ersten drei Punkte der empfohlenen, unverzichtbaren Vorratsschrank-Auflistung aus verschiedenen Senfarten bestehen. Das geht wohl ein bisschen an meiner Koch- und Lebensrealität vorbei.
Schließlich habe ich mich für den bewährten Schinken-Käse-Toast (mit Paprika!) entschieden und zum Kochbuch des Sozialismus gegriffen. Die gesammelten Rezepte aus ehemaligen Sowjet-Republiken werde ich mit ziemlicher Sicherheit nie ausprobieren. Interessant ist Buch Nummer Drei aber vor allem wegen den amüsanten Geschichten um die Rezepte.
Und Lesen ist eigentlich mindestens so unverzichtbar wie Essen.
Inzwischen habe ich mich an den Blick aus meinem Zimmerfenster gewöhnt. Trotzdem ärgert es mich immer wieder, dass die beiden hässlichsten Häuser der ganzen Gasse nicht nur nebeneinander, sondern auch mir gegenüber stehen. Heute wird dieser trostlose Eindruck noch ergänzt durch eine graue Nebelsuppe, die das bisschen Himmel verdeckt, das meinen Ausblick dann doch erträglich macht.
Um der grauen Offline-Suppe zu entgehen, scrolle ich mich also durch die bunte Online-Suppe auf soup.io. In endlosen Dimensionen wird hier Internet-Trash gesammelt und (re)produziert - abrufbar in chronologischer Reihenfolge. Faszinierend, und irgendwie auch doch nicht.
Jedes Mal der Kampf mit dem verklemmten Türriegel. Tür endlich geöffnet. Dieser eigentümliche Geruch in der Nase - eine Mischung aus nassem Holz, Bootslack und druckfrischen Materialien. Im Dunklen nach dem halb herausstehenden Nagel getastet und die Herbstjacke aufgehängt. Der Griff zur Klappe mit dem rauen Gefühl von ungeschliffenem Holz auf der Fingerkuppe. Der Daumen beseitigt die Befestigung. Voller Angst jemanden zu erschlagen wird die Hüttenwand zum Infotisch. Unmengen an Materialien lesefertig und griffbereit platziert, mit Taschenkalendern beschwert. Den Wind damit wieder ausgetrickst.
Die Rote Hütte - die Begleiterin durchs Semester - ist wieder da!
(und offen: Montag-Freitag 9-13 Uhr, außer Donnerstag: 13-18 Uhr)