Über Elena Barta

ich studiere das einzig mich wirklich glücklich machende studium: geschichte. meistens mache ich aber ganz viele andere sachen. arbeiten und so. ansonsten liebe ich das klicken meiner kamera und sake-sushi.

Zu Aids und anderen Krankheiten

Elena am 17. März 2009 um 17:13

Kondome können beim Kampf gegen Aids nicht helfen. „Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem. Die Lösung liege vielmehr in einem „spirituellen und menschlichen Erwachen“ und der „Freundschaft für die Leidenden“.

Wer hätte das geglaubt: Papst “Ratzi” Benedikt XVI ist nicht nur so irre wie man als Oberhaupt einer Institution wie der katholischen Kirche nun mal ist sondern schlägt sich nach seinen Aussagen (oder sagen wir besser nicht Aussagen) zu den Holocaustleugnenden piusbrüdern nun mit der kondomüberzogenen Keule selbst. Die Einstellung der katholischen Kirche in Südamerika und Teilen Afrikas zu Kondomen war und ist erschreckend wurde aber von den römischen Herren in den letzten Jahren eher totgeschwiegen als zugegeben. Nicht so Ratzi. Er besteigt ein Flugzeug und wird alle afrikanischen Aidskranken (denn Aids gibt es ja nur in Afrika und bei den sündigen Homos) durch Freundschaft und eine Umarmung des Kontinents glücklicher machen.

Kranke brauchen Medikamente und menschenwürdige Lebensumstände und keine innige Liebe eines steinalten patriarchen. Kondome verhindern nicht nur Aids, sie schützen vor einer Vielzahl an anderen Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften. Aids ist kein afrikanisches sondern ein weltweites problem. Momentan gefährdetste Gruppe: heterosexuelle Frauen.Vielleicht sollte ihm das eineR mal bei Zeiten sagen.

(für alle die sich dieses jahr noch nicht oder noch nie gestestet haben: Aidshilfe Wien)

Rauchen und Uni

Elena am 29. Januar 2009 um 23:32

ich habe mich die letzen woche wieder auf die ub gewagt, sonst ein ort den ich wegen der vielen büchergebühren meide, auch weil der lesesaal ein furchtbarer ort ist. laut, stickig, ohne sitzplatz, nichts im vergleich zur sauberen, hellen ruhe auf den oberen lesesälen der fb geschichte.

nach kurzem verzweifelten bücher suchen entscheide ich mich für eine mittlerweile illegalen, von  als zigarettenstummel verkleideten maskottchen dämonisierte, mit angeblich bis zu 1000 euro bestraften, zigarette. der durchgang ist voller rauch -also keine kontrolleurInnen in sicht.

die menschen rauchen und trinken kaffe, niemand ascht auf den boden, die fensterbänke sind der offizielle aschenbecher, alles beim alten also. nur die gesprächsthemen wimden sich dem rauchverbot.

die uni droht mittlerweile mit hohen strafen, bezahlen musste das von meinen rauchenden uni-freundInnen bisher niemand . meine theorie: sie können einem das geld nicht wirklich abknüpfen. theoretisch schon, praktisch allerdings schwierig. um deinen ausweis zu sehen müssten sie schon polizistInnen sein oder deren rechte haben (wie das seit neuestem in u-bahnen üblich ist), wegen rauchen die polizei zu rufen erscheint mir ein wenig übetrieben, bis die da sind habe ich allerdings schon eine zweite geraucht und mich in den unweiten der uni versteckt, festhalten können sie einen ja nicht, das wäre freiheitsentzug oder so

wie ihr seht haben diskussionen über die rechtliche grundlage in letzter zeit meine pausen auf der ub in die länge gezogen.

rauchen

was übrigt bleibt ist aktionismus, der einem den tag versüßt und das unverständnis darüber warum es den so schwierig ist studentInnen einen einzigen raum zu geben, indem nichtraucherInnen sich nicht bewegen müssen, wenn sie nicht wollen und der seit ich versuche mich universitär zu bilden ein raucherInnenkammerl war - gewohnheitsrecht quasi.

apropos gewohnheitsrecht: am ende des langen gangs der geschichte (germanistInnen nennen ihn fälschlicherweise blauer gang der germanistik) kurz vor dem insitut für germanistik führt rechts ein gang zum medienraum geschichte. (m)ein kleines raucherInnen-einod samt aschenbecher in form eines marmeladenglases und sitzflächen.

Warum bloggen

Elena am 28. Januar 2009 um 14:05

Ein befreundeter Blogger veranstaltet gerade eine Blogparade, was an sich schon ein spannender Aspekt des Bloggens ist, zum Thema “Wem oder Was nützen Blogs?”

Neben den offensichtlichen NutzerInnen haben sich einige politikerInnen in letzter Zeit dem Bloggen gewidmet und suggerien dadurch BürgerInnennähe. Bloggen eröffnet aber vor allem durchschnittlich technisch interessierten Menschen die Möglichkeit, ihre Sicht der Welt auch der gesamten Welt mitzuteilen und sich selbst die notwenidge digitale Kompetenz anzueigenen.

Zufälligerweise war in der einzig wirklich interessanten LV die ich dieses Semester besucht habe (den Rest der LV-Zeit hab ich mit extrem lagweiligen Vorlesungen zu Wappen, Schildern, Siegeln, Archiven und ähnlichem füllen müssen um irgendwann im 6. Semester den ersten Abschnitt ab zuschließen, dazu irgendwann einmal mehr) Weblogs und das WWW und neue Medien als Instrument für HistorikerInnen Thema.

Diese LV war das was Uni einem geben soll, ich habe den Kurs heute abgeschlossen, bin von den Inhalten begeistert, habe mich davon zu einem Offensiv-Artikel inspieren lassen, einen neue Startseite und die Frage nach einer höheren sozialen Durchlässigkeit durch Einsatz von z.B. Weblogs auf der Uni.

Deshalb will ich die Frage auf den Uni-Bereich einschränken.

Bei der Frage ob neue Medien das akademische Feld sozial durchlässiger machen, ist für mich klar geworden, dass die soziale durchlässigkeit, die Möglichkeit aller auf das Internet zu zugreifen und den demokratischen prozess im WWW zu steuern, wie das euphorische Web2.0-lerInnen gerne behaupten, seine Grenezn hat . Das WWW wirkt meiner Meinung nach innerhalb der akademischen Familie sozial durchlässiger, ermöglicht also Studierenden aus ArbeiterInnenfamilien einen kulturell einfacheren Zugang, da der streng wissenschaftliche Habitus in den Ausdrucksformen und Werkzeugen aufgeweicht wird. Strenge Zitierregeln lösen sich in Verlinkungen auf. Diese Aufweichung sagt aber nichts über den Zugang zu neuen Medien und den damit verbundenn ökonimischen und damit soziale festigenden Faktor aus.

Sozialerhebung zu neue Medien sei Dank, gibt es dazu Zahlen.Die Arbeit mit neuen Medien ist mit einem Kostenaufwand verbunden, der  insgesamt  sehr versteckt geschieht. Damit meine ich, dass es in der Wahrnehmung von den Kosten eines Studiums  ein gekauftes Buch für eine bestimmte Lehrveranstaltung viel mehr wieht als das von mir am Anfang meines Studiums gekaufte Book samt Drucker und W-Lan.
Gerade bei Online-Lehrveranstaltungen wird oft davon ausgegangen, dass alle Internetzugang haben und auch wissen wo sie sich (illegal) die notwendige Software runterladen können. Die Sozialerhebung zeigt, dass vor allem arbeitende StudentInnen, das sind immerhin 80%, StudentInnen mit Kindern oder besonderen Bedürfnissen enorme Ausgaben im Bereich “Neue Medien” haben, obwohl ihr Budget im Vergleich geringer ist. Das zum ökonomischen Aspekt.

Nachdem mich das ganze Nachdenken über soziale Durchlässigkeit ein wenig vom ursprunglichen Thema weggebracht hat, möchte vielleicht jemand anderes sich Gedanken zur Frage “Wem oder Was nützen Weblogs” machen.

AtheistInnen mit Humor

Elena am 21. Januar 2009 um 14:39

Es klingt ein bisschen wie die Geschichte eines Web-Märchiens. Ariane Sherine eine Comedy-Writerin entdeckt in London einen Bus, der mit einem Bibelzitat als Werbeslogang einer christlichen Gruppe durch die Gegend fährt. Sie schreibt einen Kommentar für die “The Guardian Comment is Free” Website in dem sie vorschlägt

if all atheists reading this] contribute £5, it’s possible that we can fund a much-needed atheist London bus ad with the slogan: “There’s probably no God. Now stop worrying and [enjoy] your life.”

Der Blogger Jon Worth wird auf sie aufmerksam und sie eröffnen gemeinsame eine Websites bei der UserInnen tatsächlich£5 spenden können. Und wie das bei Märchen so ist bekommen sie sehr schnell eine Menge Geld, gründen atheist.campaign.org, und atheistbus.org.uk und schreiben weitere Artikel.

Tatsach ist aber, dass es sie mittlerweile gibt, die Busse mit Atheistischer Werbung fahren auf diesen Strecke durch London. Es gibt Werbung in U-Bahnen und Madrid, Barcelona und Städte in Deutschland, den USA und Italien wollen die Kampagne übernehmen.

Solche Märchen sollten öfter wahr werden…

tubecard

männer in der krise? die zweite.

Elena am 18. Dezember 2008 um 14:21

bildung für frauen ist die antiquierte ansicht von feministinnen, die noch nicht verstanden haben dass die 50er jahre und damit die ungleichbehandlung von männern und frauen vorbei sind. so klingt es wenn germanistik-studentInnen von einem geschlossen rhetorik workshop erfahren.

was mich daraufhin den ganzen tag beschäftigt hat  ist die frage, warum geschlossene veranstaltungen immer wieder die wogen hoch gehen lassen?

theorie nummer eins: eifersucht. “es passiert dort etwas was geheim ist, bei dem männer nicht teilnehmen können und bei dem frauen irgendetwas bahnbrechendes erfahren könnten. ganz alleine”

theorie zwei: falsch verstandener realismus. “geschlossene sachen sind unnötig weil frauen die selben chancen haben wie männer und es tausend beispiele für laute frauen in führungspositionen gibt.”

theorie drei: biologismus. “männer sind eben die bessseren redner, aber das ist gar nicht schlimm, frauen könenn dafür besser du emotionale argumente überzeugen oder ihre reize einsetzen um zu bekommen was sie wollen”

theorie vier: empowerment. “frauen brauchen keine zusätzliche stütze sie sind genauso gut wie männer” das bisher einzige argument dem ich etwas abgewinnen könnte. ja, frauen können alles was männer machen, ABER frauen werden anders erzogen als männer, bekommen andere aufmerksamkeit in der schule und haben mit dem neoliberalen frauenbild in den medien (Heidi Klum und die “Unterwerfung unters Patriarchat” - Artikel in diestandard.at am 14.12.08) zu kämpfen

jemand noch andere ideen ?

jede woche wieder…

Elena am 28. Oktober 2008 um 14:37

das Semester hat offensichtlich auch für die Burschenschaften begonnen. Seit letzter Woche treffen die sich. jeden Mittwoch um 12:00 bei der Unirampe um dann über verschiedeneste Wege zum Siegfriedskopf zu wandern, um dem während der Nazi-Zeit von rechten Studierenden nach der Vertreibung jüdischer und andersdenkender Studis in der Aula aufgestellten Denkmal zu huldigen. Gerade in Anbetracht der Wahl des Olympen Graf zum Dritten Nationalratspräsident werden sie diese Woche besonders erfreut ihrem deutsch-nationalem Gedankengut fröhnen. Und Wir? Wir werden dort sein, zeigen dass es auch Studis gibt die etwas von Antifaschismus halten und sie daran hindern ihren absurden Traditionen nach zu gehen.

büro… mal anders…

Elena am 5. Oktober 2008 um 17:55

es ist doch schön zu entdecken dass erwachsenen bobo-redakteurInnen einer großen tageszeitung die selben probleme haben wie wir..

und es geschah doch…

Elena am 5. Oktober 2008 um 17:53

das transpi das uns seit ewigkeiten bei schnee und sturm begleitet hat hängt auf den wänden eines lokals.

kurz davor sind wir während der parlamentssitzung auf der zuschauerInnentribüne in jubel ausgebrochen.

der grund: die studiengebühren sind abgeschafft. zum teil. nicht-eu-bürgerInnen sind offensichtlich nicht erwünscht. auch sonst fehlt es in dem gesetz an allen ecken und enden. wir freuen uns- trotz allem.


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