Über Eva Maltschnig

über mich? ich studiere Sozioökonomie an der WU und Kunstgeschichte an der Uni Wien, bin notorisch neugierig und geb gern meinen Senf dazu.

zur diskussion

Eva am 28. April 2009 um 09:51

ein artikel über den bologna-prozess und dessen auswirkungen auf studileben und politische aktivität:

was meint ihr, sagen die sinnvolle sachen? oder eigentlich wichtiger: was können wir gegen diese entwicklungen tun? sollen wir überhaupt was dagegen tun oder kriegt jede gesellschaft die studis, die sie verdient? oder will uns da wer disziplinieren? ist das wer vielleicht sogar wir selbst? aber dann doch nur durch gesellschaftliche zwänge vermittelt?

ich fand den artikel jedenfalls nicht unspannend.

Interventionen

Eva am 23. April 2009 um 12:07

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“Liebe Fahrgäste - Wir möchten uns dafür entschuldigen durch die permanente Videoüberwachung in Ihre Privatsphäre und allgemeine Grundrechte einzugreifen. Sollten Sie diese Eingriffe nicht akzeptieren, sind Sie dazu angehalten die Videokameras zu überkleben oder ihr Gesicht zu vermummen.”

Die Stadt gehört allen. Wiener Linien

tschuschn:power

Eva am 30. März 2009 um 16:53

gespannt haben wir heut die erste folge dieser serie auf orf 1 verfolgt. fazit: öffentlich rechtliches fernsehen taugt was. nämlich genau das. im satz  “was ist denn das für ein patriarchaler scheißdreck” kam das wort patriarchal das erste uns bekannte mal vor 22:00 vor, endlich spielen mal nicht skurril verkleidete gutbürgerliche jugendliche die klischee-migrantInnen, sondern junge migrantInnen junge migrantInnen. und die dialoge waren oft wirklich witzig!

ein lichtblick im vorabendprogramm - weder christentum-indoktrination à la eine himmlische familie, noch reiche kinder und ihre probleme (o.c.) und schon gar nicht dieser versuch einer eigenproduktion, die peinlicher nicht hätte sein können (kann sich noch wer an mitten im achten erinnern?)

wir werden morgen jedenfalls wieder schaun: 17:20, orf 1.

let’s get it started!

Eva am 10. März 2009 um 13:19

ein wenig nach semesterbeginn hat heute auch der wahlkampf begonnen, und zwar mit der präsentation unserer spitzenkandidatin sophie, einer luftballon-aktion an der uni wien zum thema “770 Euro Grundstipendium - was würdest du damit tun?” und der präsentation unserer kampagne “finanzkrise? für mich nichts neues!”

hier mal ein paar eindrücke:

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rechts im Bild:  Sophie, unsere Spitzenkandidatin

unsere Plakate

unsere Plakate

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Elena beim Luftballon füllen

ZEIT zu kündigen - Abtreibung ist Frauenrecht!

Eva am 16. Februar 2009 um 11:58

In ihrer Ausgabe vom 12. 2. 2009 erkor die deutsche Wochenzeitung Zeit psychische Traumata von Männern, deren Frauen (gegen den Willen ihrer Männer) abgetrieben haben, zur Titelstory im Magazin. In Anlehnung an das Stern-Cover aus den 70ern, das mit Fotos von Frauen gestaltet wurde, die abgetrieben haben, versuchte sich die Zeit in einer “Gegendarstellung” - “wir auch.” heißt es da auf einem gelben Balken, der über den Gesichtern von neun “traumatisierten Männer” liegt.

stern-covercover-zeit

Dieser Artikel ist das unverhohlenste Stück Sexismus, das mir in meiner Karriere als Zeitungsleserin je untergekommen ist. Nicht nur, dass in diesem Artikel Frauen als böse Kindermörderinnen dargestellt werden, die sich ohne Einbeziehung der Männer für eine Abtreibung entscheiden (das ist auch eine der Hauptforderungen der portraitierten Männer: Männer sollen Mitspracherecht bei der Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung haben), Psychoterror der Männer ihren Frauen gegenüber wird als legitime Handlung dargestellt, die Mitleid statt Bestrafung verdient:

“Thomas kauft ein Buch, es heißt Ein Kind ensteht. Aufnahmen von wenige Wochen alten Embryonen. Rötliche Ausstülpungen, die an Pflanzen erinnern, nicht an Körper. Er sucht im Internet Fotos von Embryonen, auf den Websites von Abtreibungsgegnern. Das Buch und die Fotos legt er auf den Küchentisch. “Du willst mir ein schlechtes Gewissen machen”, sagt Linda. Sie streiten jeden Tag.”

Laut Artikel haben Linda und Thomas bereits 3 Kinder, Thomas hat Linda dazu gedrängt, früh Kinder zu bekommen (”Er ist es gewesen, der seine Frau gedrängt hat, früh Nachwuchs zu planen, da studierten sie noch”) . Sie will kein viertes, denn sie ist erst kürzlich wieder in die Arbeitswelt zurückgekehrt. Und dennoch ist Thomas der Arme, Linda die Kindermörderin.

Hier ist folgendes klarzustellen: Abtreibung ist Frauenrecht. Ausschließlich und unumstößlich. Die ZEIT hat bewiesen, dass sie sich nicht davor scheut, sich in die Reihen der immer stärker werdenden reaktionären AbtreibungsgegnerInnen einzureihen und Lobbypolitik gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau zu betreiben.

Abos sind zu kündigen, LeserInnenbriefe zu verfassen und der Rauswurf des verantwortlichen Redakteurs zu fordern. Wer dieses Anliegen unterstützt, möge sich in einem Kommentar dazu äußern.

and the rosa handtaschl 2008 goes to…

Eva am 3. Februar 2009 um 09:01

reinhold mitterlehner! er hat sich in einem kopf an kopf rennen gegen wolfgang fellner mit der erkenntnis, quoten in aufsichtsräten wären für frauen abwertend, durchsetzen können.

das rosa handtaschl ist eine “auszeichnung”, die jährlich vom frauennetzwerk medien für frauenfeindliche darstellungen in den medien vergeben wird - großartige sache.

wir haben auch mal im corraleras offensiv nen artikel drüber geschrieben, falls wer nachlesen mag…

draw a pig dot com

Eva am 31. Januar 2009 um 19:33

kurzweilige internet-unterhaltung:

http://drawapig.desktopcreatures.com/

schwein zeichnen und psychoanalysiert werden. und dann in der gallery das lieblingsschwein suchen. gibt da unglaublich tolle, zb:

sleeping pig

fast zum heulen süß, gell? wird nur getoppt vom schwein auf unserem transpi gestern bei der demo

blog-wkr-transpi-foto

coffe to go - ranking

Eva am 26. Januar 2009 um 14:43

an der uni mach ich zugegebener maßen grad nicht so viel, aber kaffetrinken tu ich dort immer. deshalb sollen auch alle aus meinen (unseren) langjährigen erfahrungen profitieren: wo krieg ich auf der uni ordentlichen kaffee her? hier meine persönlichen top 3, diskussionen und ergänzungen erwünscht!

unangefochtene nummer 1: kaffeeküche am jonasreindl, schottentor. ungeschlagenes preis-leistungs-verhältnis (melange: 2,40) und wirklich wirklich guter kaffee!

nummer 2: the roast, gegenüber von der wu. teurer kaffee, aber auch voll lecker. wird von kaffeeküche wegen besseren preisen und nicht wegen kaffeequalität geschlagen, aber wer mal gern über 3 euro zum fenster rauswerfen will - da sind sie gut investiert. drinnen sitzen bleiben = geschmackssache - oft klassisches wu-mickischicki-klientel.

nummer 3: mensa-café, ebenfalls auf der wu, gibts meines wissens im uza 1 und im uza 3. normaler filterkaffee kostet glaub ich € 1,20 aber für 1,75  kriegt mensch auch einen gugelhupf dazu. ist dem automaten-kaffee 100 mal vorzuziehen: beim mensa-café ist nämlich merkbar koffein drinnen, und das hat mich schon oft über den wu tag gerettet.

an anderen unis außer wu und uni wien bin ich leider zu selten, als dass ich verlässliche urteile abgeben könnte. aber noch 3 sachen:

starbucks: z.b in der nähe des anatomischen instituts in der währingerstraße oder am karlsplatz - da muss sich jedeR selbst ne meinung bilden, meine ist: überschätzter und überteuerter kaffee, aber leckere brownies und sonstige zucker/fett- kombinationen.

coffeshop company: nähe altes akh - find ich zu teuer und nicht sehr gut. aber den oreo-shake muss mensch trotzdem mal ausprobiert haben.

anker: nein, nein, nein.

männer in der krise

Eva am 10. Dezember 2008 um 16:18

nein, das soll keine anspielung auf den leitartikel im aktuellen profil sein (der bei den geschlechterverhältnissen in dieser zeitung ja eigentlich eine frechheit ist - solang die noch keine einzige chefinredakteurin haben find ich solche artikel wirklich peinlich)

worauf ich eigentlich hinaus will ist die momentane debatte um die finanzkrise, auch in linken kreisen: nachdem sich alle fürchterlich (und wie ich finde zu recht) über das bankenbeschenkungspaket aufgeregt haben, sind jetzt dieselben (vor allem keynesianistische ökonomen, und damit meine ich nur männer) völlig aus dem häuschen ob des österreichischen konjunkturpakets, das ja das 2t größte innerhalb der EU sein soll.

größte empfängergruppe der ausweitung der staatsausgaben ist wie immer die bauwirtschaft: männerdominiert, korruptionsgeschüttelt und geprägt von illegaler arbeit, die hauptsächlich von migranten verrichtet wird. aus einer geschlechterperspektive katastrophal, wird diese art der wirtschaftspolitik von allen seiten gelobt, und einzig von den grünen auf ihre auswirkungen für frauen analysiert und deshalb kritisiert.

alternativen gäbs zuhauf, und die investition in ein verpflichtendes gratis kindergartenjahr wäre ein richtiger schritt. bleibt ein ganzes gesundheitssystem, ein ganzer pflegebereich, ein ganzes bildungssystem und viele weitere gebiete innerhalb der sogenannten “Care-Ökonomie”, in der oft unbezahlt arbeit von frauen verrichtet wird, die von der ausweitung von staatsaufgaben unbedingt profitieren müssten. frauen sollte durch staatliche maßnahmen, zu denen auch konjunkturpakete gehören, der eintritt in den arbeitsmarkt ermöglicht und erleichtert werden - seis durch die schaffung neuer jobs in weniger männerdominierten sektoren als der bauwirtschaft, seis durch den abbau unbezahlter arbeit. erwerbstätigkeit schützt nämlich immer noch am besten vor häuslicher gewalt.

aber um das noch mal festzuhalten: ich kann keine kommentare über die finanzkrise von allwissenden ökonomen mehr lesen! struktureller sexismus kann mich mal.

fantasie.

Eva am 10. November 2008 um 19:47

wieder mal hab ich mich in einem freund_innenkreis als hilfloser fantasy-fan geoutet, und wider erwarten stieß ich auf verständis. von x-men und matrix über herr der ringe bis zum goldenen kompass war alles dabei in unseren lobeshymnen. ein wenig peinlich, im politischen student_innen-milieu nicht über den baader-meinhof komplex oder gomorrha (wobei das ja auch schon kapitalistische großproduktionen sind, aber zur not gelten auch die) zu plaudern sondern über hugh jackman. aber was soll ich tun? irgendwie kann ich da nix dafür.

warum hilfloser fan? ich komm diesen werken einfach nicht aus, und bei büchern ist es besonders schlimm. einmal angefangen ist es weitestgehend egal, was mein leben sonst noch von mir fordert - ich muss sie auslesen. ich bin den meist unheimlich dicken schwarten hilflos ausgeliefert. sogar aufs klo zu gehen wird da mal zur überwindung.

mit fantasie hat das zugegebener maßen nicht viel zu tun. ein_e ander_e hat sich für mich eine tolle geschichte ausgedacht. und ich les sie, ohne jegliche kritische distanz - wie denn auch, als hilfloser fan? in der tat sollen sich ja auch schon wissenschaflter_innen gedanken über die gründe der breitenwirksamkeit dieser genre-literatur bzw. dieser genre-filme gemacht haben. aber ehrlich gesagt ist mir das wurscht, zählen tut nur, dass ich mir grad “his dark materials” im internet bestellt hab. wer mich erreichen mag - nächste woche wirds wohl schwierig.


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