Über Gabi Tremmel

Burgenländerin mit studentischem Hang zu Wien. Disziplinen an der Uni Wien: Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Hungarologie und gelegentlich auch Politikwissenschaft. Chronisch gestresst und immer mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftigt.

live aus dem hs 33

Gabi am 6. Mai 2009 um 09:13

heute zum letzten mal alice schwarzer im rahmen der theodor herzl-dozentur. warum ich beim letzten mal nicht gebloggt habe? weil’s inhaltsleerer kaum sein hätte können. ein zitat möcht ich dennoch nachtragen (denn anscheinend geht’s heute eh später los): auf die frage, warum sie, schwarzer im vortrag nicht immer geschlechtergerecht formuliere, meinte sie doch glatt: “ab einem gewissen Punkt wird es lächerlich.” und ich hab mein leben nicht gepackt. lächerlich hat es im besten fall sie gemacht (alles für einen lacher des publikums). aber moment. los gehts.

Alice Schwarzer, Feministin

Gabi am 27. April 2009 um 11:55

Wiedermal eine Vorlesung am Boden sitzend verfolgt. Nichts Neues am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Nur kämpften sich vergangenen Mittwoch mehrere Kamerateams durch die Beine, Taschen und Rucksäcke. Nicht aber um über die bekanntlich katastrophalen Studienbedingungen zu berichten. Alles drehte sich um die Dozentin. Im Standard fett angekündigt hatte die Theodor Herzl-Dozentur für Poetik des Journalismus selten soviel Publicity bekommen. Thema in diesem Jahr: die journalistische Form des Interviews. Deswegen waren aber wohl die wenigsten gekommen.

 

Unter dem Titel „Von der Volontärin zur Blattmacherin“ sprach Schwarzer in der ersten von drei Einheiten über eines ihrer Lieblingsthemen: über sich selbst. Wer die Biografie von Bascha Mika (Alice Schwarzer. Eine kritische Biographie. Rowohlt, 1998) gelesen hat, weiß, wie das klingt, und hätte sich die ersten 1 ½ Stunden der Vorlesung sparen können. Völlig unkritisch sprach sie über die Möglichkeiten, die Volontariate bieten. Auf die Nachfrage, ob die Entwicklung hin zu dutzenden Gratispraktika für den Lebenslauf nicht problematisch sei, ging sie nicht weiter ein. Bei ihr hat’s funktioniert. Sie hat’s geschafft. Wie weit die Story „Von der Volontärin zur Blattmacherin“ heute von der Realität vieler junger JournalistInnen entfernt ist => unrelevant. Wie dem auch sei. Mehrmals klagte sie mit ihrem wachsenden Engagement in der Frauenbewegung nicht mehr als Journalistin wahrgenommen zu werden, sondern seit Anfang der 1970er Jahre den Berufstitel Feministin zu tragen. Aber zumindest in dieser ersten Einheit bot die Feministin Schwarzer mehr Inhalt als die Journalistin.

 

Die Verharmlosung von Prostitution bezeichnete sie als „Missverständnis des Jahrhunderts“. In Hinblick auf die rechtliche Gleichstellung sprach sie von „der dunklen Gegenströmung“, die Frauen wieder mehr Objekt werden lässt. Und leidenschaftlich nahm sie Bezug auf den Amoklauf in Winningen, bei dem die ErmittlerInnen ursprünglich nicht weiter auf eine grundlegende Tatsache eingehen wollten: 11 der 12 gezielt Hingerichteten waren Frauen. „Opfer“ einer „verunsicherten Männlichkeit“. Wirklich vertiefend konnte über all dies in der verbleibenden viertel Stunde aber kaum diskutiert werden. Wir sind also gespannt, was uns in der nächsten Einheit am 29. April (10-12 Uhr, HS 33, Hauptgebäude Uni Wien) erwartet.

skipping & scanning

Gabi am 13. Januar 2009 um 23:13

noch 15 tage und 1200 seiten to go.

doing gender

Gabi am 19. Dezember 2008 um 21:58

geschlecht als interaktive und situationsspezifische konstruktionspraxis. heute per post gekommen: mein mag.prüfungstermin. der countdown läuft und vor mir liegen 2000 seiten literatur/prüfungsstoff.

mein kühlschrank

Gabi am 2. April 2008 um 15:36

eine bestandsaufnahme.

2 bier

2 gläser marmelade

1 dose tomatenfisch

1 alte kartoffel

1 flasche sojasauce

gesund leben

Gabi am 11. März 2008 um 14:58

funktioniert bei mir in wien sowieso nicht. deshalb würd ich zumindest gern versuchen mich gesünder zu ernähren. mit dem ergebnis, dass ich heute beim hofer anstatt der üblichen € 5,20 satte (oder hungernde?) € 18,70 gezahlt habe. so oder ähnlich.

zweckfrei

Gabi am 6. März 2008 um 23:28

warum ist persönliche kommunikation soviel besser als massenmedial vermittelte? weil sie zweckfrei ist. nein, natürlich nicht. zweckfreiheit wird nur unterstellt. aber erklär das mal einem prüfungsbogen. da studiert frau jahrelang wann, wieso und ob überhaupt verständigung im kommunikationsprozess zustande kommt und dann sowas. multiple-choice. dieser abschluss wurde der vorlesung in keinster weise gerecht. ein toller vortragender. super inhalte. kritisch aufbereitet. alles online verfügbar. eine ganze vo-einheit wurde der auseinandersetzung mit der biografie und arbeit noelle-neumanns gewidmet. um dann was abzufragen? definitionen und namen. gut, dass es meine letzte prüfung war. auf diese art zu studieren kann ich nämlich verzichten.

das wollt ich hier nur mal so reinrufen. vielleicht belebt das echo der kreuzerltestfreundInnen ja dieses wunderbare blog wieder;-)

über sinn

Gabi am 29. Mai 2007 um 21:26

… und unsinn eines (auslands-)praktikums während des studiums

+ erfahrungen sammeln
+ sprache lernen
+ spaß und abenteuer
+ von zuhause weg sein

- von zuhause weg sein (abhilfe: budapest-wien-budapest um 16 euro)
- teurer spaß volontariat (kleine hilfe: davinci-stip)
- die sprache lern ich sowieso nie
- erfahrungen beim kopieren sammeln

lieg im park II

Gabi am 29. April 2007 um 22:34

einige bilder zu evas livebericht

wessen campus? musik am campus ballspielen am campus

rumsitzen am campus schreiben am campus unser campus!

vsstö goes straßenkunst

Gabi am 16. April 2007 um 21:43

oh ja - für ne gute geschichte und ein bisschen spaß ist uns fast nichts zu blöd aufwendig. und in wahrheit wollt ich das schon immer mal machen: einfach die gitarre mitnehmen, auf irgendeine straße oder nen platz setzen und drauflos spielen. aber leider wissen wir ja, dass das in wien - insbesondere im 1. bezirk - nicht ganz so einfach ist und als studi hab ich doch was besseres mit meinem geld zu tun, als ne verwaltungsstrafe zu zahlen.

wie dem auch sei: wir haben’s getan, zum allerersten mal - und waren mäßig erfolgreich, gemessen am (fehlenden) applaus und den (nicht vorhandenen) einnahmen. aber wen störts? wir hatten spasss. erste eindrücke vom musizieren am sonnigen karsplatz gibt’s hier schon mal vorab. die ganze - und wirklich lesenswerte geschichte - von evas und meinem “selbstversuch” gibt’s dann spätestens anfang mai in der nächsten ausgabe unserer zeit.schrift.

ohne noten geht gar nix beschallung des brunnens so wird's gemacht


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