Über Natascha Strobl

Do you believe in rapture, babe?- Yes, we can

Natascha am 20. Januar 2009 um 17:57

Die USA sind ein merkwürdiges Land. Soweit, so bekannt. Das Land, welches das neoliberale Konzept von “Du kannst, wenn du nur fest genug willst.” wie kein zweites geprägt hat und sein Selbstverständnis aus dem Kampf gegen totalitäre Ideologien schöpft, jubelt einheitlich seinem neuesten Helden zu. Frohlocket, der Messiahs ist da. Und alles ist leiwand und super und wir schwenken Fahnen und klopfen uns auf die Schultern- weil wir in Europa haben es ja schon immer gewusst.

Eine Wohlfühl-Inszenierung für Alle. Michelle beim Kaffeetrinken mit George. Die kleinen Kinderleins sind ja so entzückend. Und denkt denn niemand an das puppy, das sie bekommen werden? Alle herzen einander und alles wird gut. Ob die versprochene Erlösung auch wirklich kommt ist egal, solange wir nur für ein paar Momente daran glauben können. So historisch und so toll. Jetzt haben wir Amerika wieder lieb.

Deswegen ist es auch völlig gleichgültig, welche Worte er zum Konflikt (welch Euphemismus) in Gaza findet (bis jetzt übrigens hat er folgenden legendären Worte gesprochen: “….” wohooooooo!) oder dass Rick Warren predigen wird. Das völlig grundlos auf die Bibel geschworen wird gehört auch einfach dazu, das gehört so, habt ihr nie Filme gesehen? Lasst uns noch ein paar Konfetti werfen. Und fesch ist er. Ein schönes Paar. Und die Michelle ist ja auch soviel hübscher als die Hilly. (Frauen darf, ja muss man doch geradezu bloß beim Vornamen nennen) Nicht so verbissen. Und die Hillary darf ja eh Außenministerin sein, alles super.

God bless America!

P.S.: Googelt übrigens mal nach “Rick Warren”.

I want to believe

Natascha am 6. Oktober 2008 um 12:51

Erster Tag Uni und wider allen Erwartungen kein Tag an dem ich zwischen Chaos und tiefer Verzweiflung oszilliere. Das Erasmusbüro zeigt sich kulant und einsichtig (”Ja, und wenn es erst in 12 Tagen da ist ist das auch okay” Unglaublich! Bürokratie zeigt Mitleid. Kafka wird ad absurdum geführt.), die Hörsäle sind an die Menge der Studierenden angepasst und auch für das Offensiv klappt alles wie am Schnürrchen. Am Wochenende habe ich Frau Jankowitsch (mit der ich ein Interview führen darf) angeschrieben, heute in der Früh bekomme ich eine positive Antwortmail, Terminfindung war innerhalb von 25 Sekunden abgeschloßen und unser Photograph hat auch Zeit. Zu allem Überfluß borgt mir Gabi, dankenswerterweise, auch noch ihr Diktiergerät. Unfaßbar und schon fast unheimlich. Wenn alles einfach so hinhaut. So ohne irgendendetwas. Bloss so.

Wahrscheinlich geht am Donnerstag die Welt unter. Oder wir haben einen Wintereinbruch mit -10 °C.

Ich hoffe einmal, dass das Ganze gut geht und wünsche euch allen einen ebenso angenehmen Start ins neue Semester.

Photo der Woche Nr.1

Natascha am 19. September 2008 um 14:42

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Auch wenn ich sonst keine Freundin von Namenswitzen bin war es doch recht amüsant an “Guschlbauer Süßwaren” am Weg zum BürgermeisterInnenfest vorbeizuschlendern.


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