Über Sophia

Noch sechs Tage…

Sophia am 16. Mai 2007 um 22:22

Wahlkampf macht Spaß. Vor allem, wenn mensch nach wochenlangem Krank-Sein, Sich-Schonen-Müssen und Nicht-Einsatzfähig-Sein endlich wieder mal einen spannenden Nachmittag in der roten Hütte vor der Hauptuni verbringen kann! Von strahlendem Sonnenschein über interessante Gespräche mit den unterschiedlichsten Leuten, die mensch da so trifft, bis hin zur Erkenntnis, dass es “organisiertes Freibier” gibt ;), war heute (wieder mal) alles dabei - sodass ich motiviert in die Endphase vor den Wahlen nächste Woche gestartet bin! 
Ein “Pflichttermin” für mich und alle Film-interessierten Menschen dieser Welt findet übrigens am Freitag statt und heißt Lichtblicke… Hoffentlich spielt das Wetter mit und wir können uns auf ein Openair-Kino freuen!

Heute ist Weltfrauentag…

Sophia am 8. März 2007 um 22:12

… der beste Grund für gleich noch einen Blog-Eintrag!

Dass die Gleichstellung von Männern und Frauen noch längst nicht Realität ist, merk ich nicht nur an dem mulmigen Gefühl, das mich beschleicht, wenn ich nachts allein auf dem Heimweg bin, oder an den sexistischen Kommentaren, die wohl jede Frau immer wieder zu hören bekommen muss - ganz zu schweigen von den Rollenklischees (die Frau ist für kochen, putzen und Kinder zuständig, der Mann als Oberhaupt der Familie verdient das Geld), die offensichtlich noch in den Köpfen unzähliger Menschen fest verwurzelt sind, wie ich leider immer wieder feststellen muss.

Auch an den Unis lässt die Situation mehr als zu wünschen übrig: Nur 14 % aller ProfessorInnen an Österreichs Unis sind weiblich und es lässt sich österreichweit keine einzige weibliche Rektorin finden! Ganz zu schweigen von der Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen allgemein, die in unserem Land 18 (!) % beträgt, wie ich heute zu meinem großen Vergnügen in der Zeitung lesen durfte.

Da kann ich mir echt nur noch an den Kopf greifen, wenn ich (von Frauen wie Männern) zu hören bekomme “Heutzutage ist die Frau eh gleichgestellt” oder (von Frauen, die sich gegen geschlechtergerechte Formulierung aussprechen) “Ich komm mir nicht diskriminiert vor”…

Ob ich lachen oder weinen soll, weiß ich auch nicht, wenn ich von der Forderung höre, Frauen ein “Müttergehalt” auszubezahlen, das HC Strache übrigens als “Zeichen der Wertschätzung” für jene Frauen setzen will, die “ihre Berufslaufbahn zwecks Kinderbetreuung unterbrechen”…

Noch kältere Schauer laufen mir ansgesichts der Tatsache über den Rücken, dass jede dritte (!) Frau im Laufe ihres Lebens misshandelt oder sexuell missbraucht wird. Oder dass friedlich demonstrierende Frauen in Teheran verhaftet werden, weil sie die Umsetzung ihrer verfassungsmäßigen Rechte fordern. In was für einer Welt leben wir eigentlich???

Der heutige Weltfrauentag kann all diese Ungerechtigkeiten zwar nicht abschaffen, aber zumindest die Öffentlichkeit auf die Problematik sensibilisieren; In den österreichischen Tageszeitungen beispielsweise wurden dem Frauenthema - natürlich je nach Zeitung auf unterschiedlichem Niveau… - einige Beiträge gewidmet.

Das reicht aber leider nicht, denn es muss endlich aktiv etwas zur Verbesserung der Situation getan werden!! (Sonst werd ich noch wahnsinnig!)

Bilder der heutigen Aktion vor dem Parlament von VSStÖ, aks und SJ:

bwimg_3914.jpg      cimg0683.JPG       img_3883.jpg       img_3915.jpg      img_3897.jpg

Auf Zugangsbeschränkungen pfeifen…

Sophia am 7. März 2007 um 21:51

So. Ich beginne meinen Blog mit einer Anekdote aus meinem heutigen Uni-Alltag: Erste Unterrichtseinheit einer Übung, 30 Plätze zu vergeben. Die Voraussetzung: Neben einem schnellen Internet die abgeschlossene Studieneingangsphase. Viel zu viele Studis im Hörsaal, die auch noch einen Platz wollen. Zum Glück hab ich mich schon erfolgreich angemeldet… (danke, liebe Internetverbindung). Als die 30 Plätze vergeben sind, beschwert sich ein Student, der keinen Platz mehr gekriegt hat, genervt beim Professor, dass das Kriterium der abgeschlossenen Eingangsphase nirgends gestanden sei und ganz spontan mal so beschlossen wurde. Der Prof (in etwa, den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr): “Das is halt so festgelegt worden…”. Der Student (noch genervter): “Ja, und Sie machen mit!” Nach einer weiteren Diskussion mit einer Studentin - die “wegselektierten” Studis sind gezwungenermaßen gerade am rausgehen - meint der Prof  ”A wisst’s ihr was, i nehm euch einfach alle!!” und ließ auf Worte Taten folgen.
:))


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