Über Steffi Grubich

Die drei Bücher, die ich immer mit mir herumschleppe verraten schon: ich studiere Germanistik und seit neuestem Gender Studies. Meine rosa Haare finden sich meistens durch die Uni rasend oder in der roten Hütte vor der Uni Wien.

BeSTIMME.

Steffi am 6. Mai 2009 um 16:44

Wir befinden uns in einem regelrechten Wahlmarathon. Heute war ich bei der AK Wahl, in drei Wochen dann die ÖH-Wahl und als letzter Stop die EU-Wahl. Was haben diese Wahlen gemeinsam? Richtig, alle haben eine niedrige Wahlbeteiligung und bei allen geht es darum eine Vertretung zu wählen, bei der Menschen leider sehr oft nicht bemerken, dass sie überhaupt existiert.
Auf der einen Seite sollten die Wahlen dazu anregen sich damit zu beschäftigen, dass diese Vertretungen sehr wohl für uns ArbeitnehmerInnen, StudentInnen und Menschen arbeiten. Auf der anderen Seite sollte uns bewusst werden, dass bei Wahlen jede einzelne Stimme entscheidet, gerade bei einer niedrigeren Wahlbeteiligung. Und es sollte uns nicht egal sein, wer uns gegenüber den ArbeitgeberInnen, dem Wissenschaftsminister oder der EU vertritt.
Wählen kostet 5 Minuten Lebenszeit. Danach Ärgern ganz schön viel mehr. Darum ganz kurz: Etwas bewegen, wählen gehen!

Sieben

Steffi am 2. April 2009 um 11:34

Eine Zahl, die uns ständig überall begegnet: Ein Film, eine Woche, im Aberglauben, Zwerge, eine Menora, Todsünden, das verflixte Jahr, und die Anzahl der Professorinnen, die auf der TU angestellt sind. Sieben, das ist einfach verdammt wenig. Im Verhältnis dazu: 130 Professoren. Frauen sind sonstige. Nämlich sonstiges wissenschaftliches Personal. Im Klartext: Schlechter bezahlt, weniger renomiert und unsichtbarer.
Eigentlich sollte mich das nicht mehr wundern. Tut es auch nicht. Von einer gleichberechtigten Welt auf der Uni sind wir noch meilenweit entfernt.
Aber ich will mich wundern. Und ich will, dass ihr euch alle wundert. Damit unser Wundern ein Aufregen und unser Aufregen ein Verändern wird.

Um Stimmen werben…

Steffi am 22. September 2008 um 16:38

Tagtäglich. Überall. Lächelt uns ein Politiker. Und seltener eine Politikerin. Von einer Plakatwand entgegen. Mehr oder weniger dümmlich. Mehr menschenfeindlich. Zumindest bei drei Parteien. Glücklicherweise. Gibt es genug Leute. Die Plakate. Wenn FPÖ Sprüche. Bemalt. Oder verarscht werden. Adbusters genannt. Ein großes Lob an diejenigen. Die Menschenhass nicht unberührt lassen.

Aber Werbung. Funktioniert auch anders. Manchmal. Befremdlich. Wenn zum Beispiel heute. Auf Standard Online. Mindestens drei Wörter. In jedem Artikel. Gelb untermalt. Nach einem Klick. Schon auf der Kampagnenhomepage. Des Liberalen Forums. Es ist ungehörig. Wenn „objektive“ Artikel. Durch Geld. Teilweise einer Partei gehören. So viel. Zum Thema unabhängiger Journalismus. Oder zu mehr Fairness. In der Regierung.

über einen brand

Steffi am 12. März 2008 um 16:41

literatur und politik. eigentlich zwei themen. untrennbar mit einander verbunden. einander nicht nur abbildend sondern prägend. und auf der uni? selten in verbundenheit gebracht. umso glücklicher machte mich meine letzte vorlesung. eine literarische aufarbeitung des austrofaschismus und dessen widerständigen. und das kommentar des dozenten: vergessen sie goethes geburts- und sterbedatum! das einzige datum, dass sie sich merken müssen, ist der brand des justitzpalasts am 15. juli 1927. eine solche abwendung von bildungsbürgerlichem „wer wird millionär“-wissen hinzu einer politisch-kritischen auseinandersetzung überrascht - und gefällt.


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