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Die Anschläge von Norwegen zeigen viele interessante Reaktionen. Neben den Rund-um-die-Uhr-Berichterstattungen verschwinden aber auch zunehmend die Grenzen zwischen seriöser Berichterstattung und Boulevard. Es ist nichts Neues, dass gerade im Fernsehen Menschen und ihre Gefühle ausgebeutet werden. Im Falle von Geschehnissen wie diesem ist dies besonders widerlich. So hat sich z.B. RTL erblödet, nicht nur das Gedenken mit Ministerpräsident Jens Stoltenberg am Tag nach den Anschläge in einer Kirche zu zeigen. (Was ja in Ordnung wäre) Nein, mit unerträglicher Betroffenheitsstimme wurden noch die völlig aufgelösten und schluchzenden Eltern eines Opfers anmoderiert und dann schön mit der Kamera draufgehalten.
Die Anschläge von Norwegen zeigen viele interessante Reaktionen. Neben den Rund-um-die-Uhr-Berichterstattungen verschwinden aber auch zunehmend die Grenzen zwischen seriöser Berichterstattung und Boulevard. Es ist nichts Neues, dass gerade im Fernsehen Menschen und ihre Gefühle ausgebeutet werden. Im Falle von Geschehnissen wie diesem ist dies besonders widerlich. So hat sich z.B. RTL erblödet, nicht nur das Gedenken mit Ministerpräsident Jens Stoltenberg am Tag nach den Anschläge in einer Kirche zu zeigen. (Was ja in Ordnung wäre) Nein, mit unerträglicher Betroffenheitsstimme wurden noch die völlig aufgelösten und schluchzenden Eltern eines Opfers anmoderiert und dann schön mit der Kamera draufgehalten.
Der Untergang. Schicksalsjahre. Töten auf Tschechisch.
Das sind nur drei Namen für verschiedene Ausformungen des selben Phänomens, nämlich das der Täter_innen-Opfer-Verschiebung.
In den letzten Jahren häufen sich Filme, Filmchen und vor allem Dokumentationen, die der puren Gewissenserleichterung dienen.
Meinen ersten Blogeintrag möchte keinen hochgeistigen Ergüssen über bla oder blabla widmen, sondern etwas, was einfach nur nervt. Werbung. Nicht falsch verstehen. Ich habe nichts per se gegen Werbung. In den meisten Fällen ist sie egal oder ein kleines Ärgernis, in seltenen Fällen ist sie sogar witzig. Manchmal (oder eher oft) ist sie offen sexistisch. Dass ein heteronormatives, bürgerliches Weltbild transportiert wird, ist Ausdruck des Systems und nicht originäre Schuld von Werbung an sich.