Causa Rudas
Richard am 14. Oktober 2009 um 09:48Einst Nachwuchspolitikerin und Lichtblick der SPÖ, den Draht zu den JungwählerInnen wieder zu finden, ist Laura Rudas Position als Geschäftsführerin und Aushängeschild der Partei jetzt umstritten. Die ambitionierte Sozialdemokratin verkörpert die politische Karrierelaufbahn: Anpassung an die bestehenden Orientierungen, Vernetzungsarbeit und der Aufstieg scheint garantiert. In Anbetracht der Wahlschlappen, dem Vertrauensverlust breiter Bevölkerungsschichten in die SPÖ und den nicht erfüllten Erwartungen, symbolisiert Rudas die laufenden Misserfolge, wobei die Rufe nach ihrer Absetzung nicht verstummen. Dabei löst ein Rauswurf Rudas’ die Probleme der Sozialdemokratie nicht, sondern löscht lediglich eine personelle Identifikation der momentanen Krise aus der öffentlichen Repräsentation.

am 15. Oktober 2009 um 09:15 Uhr.
“causa”?
wenn jetzt sogar der vsstö in einer krisenzeit zur menschenhatz statt zum zusammenhalt, zur solidarität und zur freundschaft schreitet, verliert er mit mir einen der wenigen restwähler auf der uni.
freundschaft!
am 18. Oktober 2009 um 16:35 Uhr.
Lieber Tom,
zunächst stimme ich mit Dir voll und ganz überein, dass eine Menschenhatz der falsche Weg ist. Ich möchte darauf hinweisen, dass der letzte Artikel eben dieses Vorgehen kritisiert und nicht unterstützt! Dass sich einige GenossInnen Parteiintern gegen Rudas geäußert haben, ist keine Hatz, sondern ein Faktum und Ausdruck parteiinterner Konfliktlinien und Machtkämpfe. Bei der Charakterisierung von Rudas als Leitfigur junger SPÖ-PolitikerInnen und ihrer problematischen Ausgangssituation verweise ich auf den Falter (Ortner, Julia: “Einsam lächelt der Kanzler”, Nr. 40/09, 30.9.09, S.10f).
Mein Argument im Artikel lautet unmissverständlich: Diese Stimmung gegen Rudas ist als solche abzulehnen, da sie die Lage der Partei nicht verbessert, sondern eine repräsentative Persönlichkeit gegen eine andere austauscht! Personaldebatten bringen in der momentanen Situation lediglich weitere Destabilisierungen und keinen Fortschritt zur Konsolidierung der eigenen Basis.
Liebe Grüße & Freundschaft
Richard