Über Sophie

Die ÖH ist leiwand!

Sophie am 20. Mai 2009 um 14:34

Der ÖH-Wahlkampf läuft auf Hochtouren. In der Diskussion um die Aufgabe(n) der ÖH äußern sich Außenstehende oft skeptisch – sie lassen sich zumeist mit Hinweis auf die Arbeit der ÖH von der Sinnhaftigkeit einer starken Studierendenverterteung überzeugen. Was ich aber nicht verstehe, ist, wenn StudierendenvertreterInnen selbst die ÖH als „Kindergarten“ bezeichnen oder die Sitzungen der ÖH-Bundesvertretung „peinlich“ und eine „Blamage“ nennen. Das scheint für einige der einzige Umgang damit zu sein, dass diskutiert wird, dass Sitzungen – in denen (zumindest einzelne) StudierendenvertreterInnen ihrer Verantwortung nachkommen – lange dauern und eben nicht immer alle einer Meinung sind. Ich finde es wirklich problematisch, die ÖH so zu diskreditieren – Studierende zu vertreten ist eine Verantwortung, der wir unter anderem durch Diskussionen, Beschlüsse und konkrete Arbeit an den Unis nachkommen.

VSStÖ: kämpferisch und kompetent

Studierendenvertretung ist gut! – wenn man/frau sie gut macht. Und sich über Diskussionen aufzuregen, um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken finde ich ziemlich traurig.

Eine kämpferische ÖH braucht VertreterInnen, die von ihr überzeugt sind.

Für den VSStÖ muss die ÖH in mindestens drei Dimensionen aktiv sein.Erstens muss sie Anlaufstelle für StudentInnen sein, die Beratung brauchen und Hilfe im Uni-Alltag bieten. Zweitens ist die ÖH die gesetzliche Vertretung von über 270.000 Studierenden und vor Regierung und Ministerium kompetente und kritische Verhandlungspartnerin sein – sie muss aber auch aufstehen und laut sein und für die Interessen der Studierenden kämpfen. Das hat der VSStÖ im Kampf gegen die Studiengebühren gezeigt: Als Gusenbauer mit seinem Sozialstundenmodell die Studierenden verkauft hat, war der VSStÖ die lauteste Stimme der Studierenden. Wir haben nicht locker gelassen und die Teilabaschaffung der Studiengebühren hat gezeigt: wer kämpft, kann was bewegen. Und wir werden weiter kämpfen – es darf nicht sein, dass Fachhochschulstudierende, Studierende aus Nicht-EWR-Ländern und Studierende die „zu lange“ (wer auch immer das festlegt) studieren, zahlen müssen. Wir lassen nicht locker! Drittens hat die ÖH ein allgemeinpolitisches Mandat – das heißt, sie muss sich zu gesellschaftspolitischen Themen zu Wort melden. Wenn deutschnationale Burschenschafter und Rechtsextreme rechtes Gedankengut verbreiten, dürfen die Studierenden nicht schweigen. Vergangenheitsaufarbeitung und Arbeit gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Sexismus dürfen wir nicht anderen überlassen!

Für eine kämpferische ÖH!

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