Essen
David am 25. März 2009 um 00:01…ist an und für sich eine tolle Sache. Das Problem ist aber die Beschaffung. Essen sollte möglichst billig, gut, schnell und gesund sein und das gebrauchte Geschirr sich am besten selbst abwaschen. Kaufen is teuer und ungesund. Bleibt also noch das Selbermachen. Da sich meine Kenntnisse dafür auf die einfachsten Gerichte beschränken, suche ich eine vielversprechende Auswahl an Kochbüchern:
Der erste Buch ist zugeschnitten auf StudentInnen. Es liefert nicht nur Rezepte sondern gibt auch Tipps für Werkzeug und Essensvorrat. Demzufolge bin ich von der Ausstattung her auf Profi-Level. Die folgenden Rezepte klingen auch gut und machbar, nach vierzig Seiten bin ich aber noch immer bei den Salaten. Die darauf folgende Kategorie “Blitzrezepte” ist zweifellos die brauchbarste, umfasst aber gerade mal 15 Rezepte, auf die ich mit einiger gedanklicher Anstrengung auch gekommen wäre. (zB Palatschinken und Eierspeis)
Das zweite Buch nennt sich “Kochschule” und vom Cover lacht Jamie Oliver. Soo sympathisch war der mir bis jetzt noch nicht - und wird es auch nicht werden, nachdem ich die Einleitung überflogen habe. Nahe dem Größenwahn sieht er dieses Kochbuch nämlich als Möglichkeit den Hunger zu bekämpfen, PolitikerInnen Demokratie beizubringen und (da bin ich mir sicher) auch den Klimawandel abzuwenden. Das Buch lege ich schließlich weg, weil die ersten drei Punkte der empfohlenen, unverzichtbaren Vorratsschrank-Auflistung aus verschiedenen Senfarten bestehen. Das geht wohl ein bisschen an meiner Koch- und Lebensrealität vorbei.
Schließlich habe ich mich für den bewährten Schinken-Käse-Toast (mit Paprika!) entschieden und zum Kochbuch des Sozialismus gegriffen. Die gesammelten Rezepte aus ehemaligen Sowjet-Republiken werde ich mit ziemlicher Sicherheit nie ausprobieren. Interessant ist Buch Nummer Drei aber vor allem wegen den amüsanten Geschichten um die Rezepte.
Und Lesen ist eigentlich mindestens so unverzichtbar wie Essen.
