Was an ÖH Arbeit wirklich nervt? Manchmal werden Sachen delegiert nur damit sie dann selbst gemacht werden. Warum das nervt?
Weil Sachen so doppelt gemacht werden und dann entweder nicht übernommen werden oder mühsam zusammen gefügt werden müssen (Zweiteres nervt am Meisten, zwei verschiedenen Dinge zusammenzufügen kostet mehr Arbeit als es einfach ein drittes Mal zu machen …). Ersteres war der Fall mit dem unten stehenden Text und weil es schade ist, die Zeit einfach verschwendet zu haben, poste ich das mal hier (ursprünglich war es als Text der als Mail an alle Studis geht gedacht):
Familienbeihilfe
Das neue Budget sieht vor das Bezugsalter für die Familienbeihilfe auf 24. (bisher 26.) herabzusetzen. Diese Kürzung der Familienbeihilfe ist mehr als nur ein empfindlicher Einschnitt in die finanzielle Situation von Studierenden. Schon jetzt arbeiten fast 80% aller Studierenden um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen (Studierenden- Sozialerhenung 2009). Durch diese Erwerbstätigkeit verlangsamt sich das Studium und der Idealfall “Studium-Abschluß mit 24.“ rückt in immer weitere Ferne.
Aber selbst für Vollzeit-Studis ist es de facto unmöglich in diesem Zeitraum zu studieren, das Studium müsste mit 18. begonnen werden, zu diesem Zeitpunkt muss also schon eine Matura erworben worden sein, alle BHS-Absolvent_innen sind hier benachteiligt, alle die nicht im Sommer geboren wurden und so erst später eingeschult wurden etc.. Alle Lehrveranstaltungen müssten sofort absolviert werden können (zu wenig Pflichtlehrveranstaltungen stehen auf der Tagesordnung, Wartezeiten sind vorprogrammiert, …), Auslandssemester oder Berufserfahrungen sammeln sind fast unmöglich.
Für all jene die ihr Studium mit 24. noch nicht abgeschlossen haben, bedeutet das, dass sie nicht nur die Familienbeihilfe verlieren, nein sie müssen künftig auch noch mehr bezahlen, hängen doch viele Ermäßigungen direkt oder indirekt an der Familienbeihilfe (Semesterticket, Mitversicherung, …).
Uni Budget
Im Gegenzug erhielten die UniversitКten 80 Millionen Euro. Gebraucht werden 300 Millionen. Aber nicht nur das, die “neuen“ 80 Millionen, ersetzen “alte“ 80 Millionen die im Wissenschaftsbudget an andere Stelle wieder gestrichen wurden. Den Unis fehlen also auch weiterhin 300 Millionen Euro um ihren Lehrbetrieb –wie bisher- aufrecht zu erhalten.
STEP
Aber vielleicht “hilft“ ja der dritte große Punkt den Unis/Studierenden weiter. Die Regierung einigte sich auf STEPs die schon im Sommer stattfinden sollen, potentielle Studierende stellen sich also den Aufnahmeprüfungen noch vor Semesterbeginn. Wird diese erste Hürde genommen, warten weitere Knock-Out Prüfungen im Semester.
Durch die Kürzung der Familienbeihilfe und die Einführung von STEPs wird das Studieren vor allem für Menschen aus sozial schwächeren Schichten unmöglich gemacht. Bei der Betrachtung des Uni Budgets stellt sich die Frage, ob das nicht der eigentliche Plan ist. Weniger Studierende, brauchen weniger Lehrende, brauchen weniger Platz, brauchen weniger Geld?
mir ist bewusst, dass sich in den letzten Tagen wieder einiges getan hat, das Grundproblem besteht aber nach wie vor.
Und es gibt auch noch Fotos von der Demo:
http://www.flickr.com/photos/50689042@N08/sets/72157625140238561/
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