ich hab mich wieder rumgetrieben.
Eva am 10. März 2008 um 09:15im untersten stock eines großen buchgeschäftes. die etage, wo es büromaterial, sündteure ölfarbe in fuziminitübchen, stifte, kalender, papier und notizbücher gibt. das alles wär ja prinzipiell nicht interessant, wenn die geschichte nicht eine verzwickte, vielschichtige dynamik hätte.
1.: ich bin büromaterialsüchtig und geh auch recht offen damit um. das hobbykünstlerInneneck kann ich mittlerweile gut umschiffen (ob ich male? nein, warum?), aber bei verschiedenen notizbüchern und collegeblocksystemen knallts bei mir regelmäßig durch.
2.: ich bin scheinbar nicht die einzige person mit diesem suchtverhalten. woraus ich das schließe? in besagter buchhandlung gibt es mittlerweile ein unüberschaubares sortiment an schreibunterlagen € 20 und aufwärts - und leute, inklusive mir, kaufen sowas.
warum?
durch umfangreiche qualitative selbststudien bin ich zu der erkenntnis gekommen, dass notizbücher versprechungen machen. sie sagen: kauf mich, und du wirst die möglichkeit haben, eine tolle schriftstellerin zu werden. ich kaufe mir also nicht das notizbuch an sich, sondern die möglichkeit einer persönlichkeit (klingt nach einem houellebecq buchtitel, aber der verwendet sicher auch diese schwarzen notizbücher…), und diese tolle persönlichkeit gibts nur mit einem 20 euro notizbuch, ein 2 euro collegeblock tuts da leider nicht. wer diese versprechungen glaubt und brav einkaufen geht, wird enttäuscht sein - zumindest aus mir wurde noch keine ernestine hemingway. aber vielleicht liegt das ja nur daran, dass ich mir das falsche notizbuch gekauft hab? vielleicht hilfts, wenn ich auf das mit den dickeren seiten umsteig? oder gar ein kariertes nehme? …

am 11. März 2008 um 09:13 Uhr.
heul…und dann find mal deine notizen oder die großartigen anfänge deiner schriftstellerInnentätigkeit wieder, wenn dein regal mehr als 10 verschiedene bunte, gekaufte, geschenkte, geliehene, alte, neue, kindergarten-matura, - NOTIZBÜCHER führt… heul
am 17. März 2008 um 21:00 Uhr.
oder auch dieses kleine schwarze reisetagebuch. das erste teil, das frau noch vor zahnbürste und socken mit sicherheit vergisst zuhause einzupacken.