Kein guter Anfang, eigentlich
Jakob am 7. Februar 2007 um 20:20Mir kommt also die Aufgabe zu, dieses Blog einzuweihen. Heisst es eigentlich der oder das Blog? Ich nehme an, dass das Geschmackssache ist und mache es mal nach Gefühl. Eigentlich würde ich gerne etwas über ein aktuelles Ereignis schreiben und das kommentieren, aber derzeit passiert nicht wirklich rasend viel. Keine guten Voraussetzungen für den Start eines Blogs.
Und was noch dazu kommt oder eigentlich die Hauptsache ist: Nach den Ereignissen der letzten Wochen sollte ich wahrscheinlich froh sein, dass nichts passiert. Ich bin normalerweise niemand, der schnell über irgendwelche Dinge erstaunt ist, aber wenn der FPÖ-Pressesprecher eine Presseaussendung zu nachtschlafener Zeit schreibt, die nur unter dem Einfluss von Alkohol oder unglaublichem Frust enstanden sein kann und dann von der eigenen Partei gedeckt wird, dann muss ich mir schon an den Kopf greifen. Sicher, das alleine wäre eher lustig als bedenklich, aber das ist nur ein Symptom, dass den Grad an Irrsinn verdeutlicht, den wir derzeit haben. Gusi verteidigt Strache unaufgefordert? Wo bin ich denn bitte?
Bevor das jetzt ein seitenlanger Wut-und-Hass-Beitrag wird: Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass es zumindest verwegen ist, einen politikbezogenen Blog zu einer Zeit zu starten, in der die Lage dermaßen frustrierend ist, weil die Gefahr besteht, dass das ganze zu einer riesigen Frust-Deponie verkommt, und das will wirklich niemand lesen. Wir werden es trotzdem versuchen, und wenn alle anderen nur Mist bauen, bleibt uns eh nichts anderes über, als selbst positive Aktionen zu setzen. Und das werden wir auch tun - Schauen wir mal.
