Archive for the ‘Allgemein’ Category

Und nun zu etwas völlig Anderem …


19 Mai

Ich habe zwar vor irgendeiner Zeit gesagt, dass als nächstes was über die Atomkraft und die Studierenden kommt, gegen die nach §278a ermittelt wird (warum tut das niemand bei der FPÖ, wenn schon nicht nach dem NS-Verbotsgesetz ermittelt wird?), aber … bla bla bla. Für lange Erklärungen bleibt jetzt keine Zeit.

Vor einigen Wochen las ich im Teletext etwas über die Front National, die rechtsextreme Partei in Frankreich.  Dass die das ist, stand in der Meldung.  Da hab ich mich gefragt: Ist die FPÖ weniger rechtsradikal als die  Front National? Und meine Antwort war: sicher nicht. Mein Vater war der gleichen Meinung. Da die FPÖ und die Front National also ziemlich gleich weit rechts sind, bleibt nur mehr die Antwort auf die Frage offen, warum man die FPÖ in (österreichischen) Medien nicht als rechtsradikal bezeichnet.  Über Parteien in anderen Ländern kann man das anscheinden sagen (man muss sogar), aber vor der eigenen Türe … IST ES GENAUSO EINE VERDAMMTE PFLICHT!

Und damit das jetzt nicht so ist,  steht es hier.

Uwe Scheuch hat übrigens etwas äußerst Interessantes zur Zeit im Nationalsozialismus nicht gesagt. Was er nicht gesagt hat und warum, ist wohl nächstes Mal zu lesen.

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Nachtrag


15 Mrz

Nachtrag wozu? Zum Themenschwerpunkt des ORF “Starke Frauen”. (Entschuldigt bitte den langweiligen Titel. Ich muss mir noch einen besonders peppigen für die den Tod von Millionen Menschen in Kauf nehmende Atomkraft aufheben.) Ich glaube, es war vor genau 2 Wochen, als ich im Report einen Beitrag über Frauen, die bei den Wiener Linien Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen lenken, gesehen. Der Beitrag wirkte zunächst weder besonders reflektiert noch merkwürdig konservativ  – wären da nicht 2 Punkte, die an der Sinnhaftigkeit des Beitrags Zweifel ankommen lassen.

Teil des Berichts war ein Portrait über eine Frau, die seit (glaube ich) den 80ern Busfahrerin ist. Fehler 1: Die Journalistin stellte die Frage, ob sich die Lenkerin schon immer zu “männlichen Berufen” hingezogen habe. Die Berufe sind nicht männlich. Genausowenig gibt es weibliche Berufe. Sie sind vielleicht Berufe, die damals in erster Linie Männer ausübten, weil man der Meinung war, dass Männer – in diesem Fall zum Beispiel – besser Auto fahren würden als Frauen.

Fehler 2: Der Beitrag endete folgendermaßen. Man sieht einen Bus, offensichtlich von jener Frau gelenkt, wenden, und hört dazu die Stimme der Reporterin, die über die Lenkerin in etwa sagt: “[...] und macht das schwierige Umkehrmanöver” – so als müsste erwähnt werden, dass Frauen dies – natürlich ganz im Gegensatz zu Männern – können. So ein Blödsinn. Dadurch gibt die Reporterin preis, dass sie annimmt, es muss gesagt werden. Warum? Weil sie anscheinend selber nicht glaubt, dass es geschlechtsunabhängig ist. Sie ist vermutlich nicht die einzige. Hätte sie darüber nachgedacht, würden jetzt vielleicht mehr Menschen denken, dass Autofahren keine Frage des Geschlechts ist.

Damit jetzt keine falschen Eindrücke über mich entstehen: Ich bin kein Freund vom Autofahren (aber, ja, ich habe eine Lenkberechtigung).

In den nächsten Tagen (hoffentlich, und hoffentlich bis kommenden Montag) folgt etwas zu Atomenergie, zum Erdebeben und vor allem zu Ermittlungen gegen 3 Studierende nach §278a (Bildung einer kriminellen Vereinigung – wenn ich nicht irre). Den drei Studierenden wird unter anderem vorgeworfen, die Asylpolitik verändern zu wollen.

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Deutschland – das bessere Österreich? Oder: Sanktionen gegen Ungarn!


01 Mrz

Alfons Haider hat wohl recht, wenn er sagt, Österreich ist ein verschissenes Land.

Heute abend hab ich  überwiegend deutsche TV-Sender gesehen. Wer danach auf ORF umschaltet – ist frustriert. Satiregipfel, Annettes DaschSalon, Kulturzeit, meinetwegen auch Entweder Broder und wie sie alle heißen, diese Formate scheinen zu sagen: Uns geht es um Bildung. Uns geht es um kritische Behandlung von Themen, ob politischen oder bloß kulturellen. Wir wollen Sie für Kultur begeistern. Oder diese Formate zeigen, dass Kultur sehr wohl etwas mit Politik zu tun hat und dass Politik eben überall und nicht auszublenden ist.

Der Kulturmontag des ORF hingegen dürfte nur dazu da zu sein, kritische Menschen, an denen es in Österreich sowieso mangelt (bestes Beispiel ist das Kabarett, aber dazu ein anderes Mal), zu beschwichtigen. – Mit einer Ausnahme: Heute gab es einen nicht einmal für deutsche Verhältnisse schlechten Beitrag zur Asylpolitik Österreichs. Dem folgte ein Interview mit der ehemaligen Russland-Korrespondentin Susanne Scholl, die die ständigen Verschärfungen im Fremdenrecht verurteilte. Die Gesellschaft blendet mehr unbewusst als bewusst aus, dass diese Leute ein Leben haben, bevor sie nach Österreich kommen (um kurz darauf abgeschoben zu werden), sagte sie. Leute wie die Deportationsministerin Fekter (deren großes Vorbild Ernst Strasser sein muss, dessen Gesinnung man daran erkennt, dass er das totalitärfaschistische ungarische Mediengesetz lobt, das das ÖVP-Pendant und die rechtsradikale Jobbik erlassen haben*) blenden absichtlich aus, dass beispielsweise Flüchtlinge Schreckliches durchmachen mussten, bevor sie nach Österreich kamen. Und Beamt_innen blenden diese Umstände aus, weil sie den Auftrag haben, dies zu tun.

Kulturzeit ist ein bemerkenswertes Format. Die Moderatorin hätte Kabarettistin werden können.

Jetzt reichts. Genug für heute.

Eins noch. Was ist eigentlich mit diesem Hahn, der die universitöten will? Hat der seinen akademischen Titel noch? In Deutschland wird solchen Leuten der Titel aberkannt.

Apropos Universitäten. Wo ist eigentlich die Rektorin?

*Wo bleiben die Sanktionen gegen Ungarn?

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Der Grund


24 Feb

Deswegen hat der erste Artikel, der eigentlich der nullte ist, keinen Titel.

Ich hab mich schon öfter gefragt, warum Leute bloggen. Der Blog ist gewissermaßen das Tagebuch unserer Generation. Der Unterschied besteht darin, dass andere Menschen mitlesen können. Ein Tagebuch zum Mitlesen also. Aber ist das Tagebuch nicht etwas Privates?  Natürlich, man wird in einen Blog nicht das Gleiche wie in ein Tagebuch schreiben, aber die Motivation ist eine ähnliche. Ist ein Blog daher nicht das Tagebuch der egoistischen Menschen? Als Begründung “Egoismus” zu nehmen ist doch etwas zu banal.

Hier sollte es nicht um das Wesen des Blogs gehen. – Andererseits, warum nicht (auch)?

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24 Feb

heute ist mein erster tagg, nein, nicht tagg sondern tag, als blogger. daher kann man diesen artikel als beta-artikel bezeichnen.

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Max Dunkel

Ein weiterer Rote Brille Blog