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Mehr Geld, nicht weniger Studierende!

Sophie am 5. April 2009 um 21:26

Wissenschaftsminister Hahn will in der Novelle des Universitätsgesetzes Studieneingangsphasen, die eigentlich zur besseren Orientierung von StudentInnen dienen sollen, zu Zugangsbeschränkungen umfunktionieren. Gerade hat orf.at angekündigt: Hahn plant neue Hürden an den Unis

Volle Hörsäle dienen immer wieder als Ausrede, die Unis zu Eliten-Unternehmen zu machen, anstatt sie als Bildungseinrichtungen zu verstehen. Das Problem ist aber nicht, dass es zu viele zu Studierende gibt - es gibt zu wenig Geld! Zwar gibt es Absichtserklärungen zu besserer Finanzierung der Hochschulen, von Lippenbekenntnissen haben wir aber wenig. 

Zugangsbeschränkungen sind immer sozial selektiv und ungerecht, weil sie Menschen von Bildung ausschließen. Chancengleichheit in Österreich ist ein Mythos – denn welchen Bildungs- und Berufsweg jemand einschlägt, ist geprägt durch den familiären Hintergrund: Kinder aus AkademikerInnenfamilien haben’s an der Uni leichter als Menschen aus bildungsfernen Schichten – das zeigt die OECD-Studie  jedes Jahr aufs neue. Wer neben dem Studium arbeiten muss, um es sich zu finanzieren, kommt nicht so schnell voran, verliert möglicherweise Beihilfen, wodurch er/sie noch mehr arbeiten muss und das Studium geht langsamer voran oder muss abgebrochen werden. 

Was die OECD-Studie außerdem zeigt: Bei der AkademikerInnenquote liegt Österreich europaweit ganz weit hinten. Statt Maßnahmen für mehr AkademikerInnen zu setzen, will Hahn möglichst wenigen ein Studium ermöglichen. Einmal mehr zeigt sich dabei: Hahn ist nicht mehr als die Fortsetzung von Gehrer - anderes Gesicht, dieselbe Politik.

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