Onlineumfragen…
Sophie am 6. April 2009 um 22:15…sind so eine Sache. Speziell dann, wenn niemand weiß woher sie plötzlich kommen, wer die Fragen gestellt hat und vor allem, wie diese ausgesehen haben. Besonders dubios wird’s dann, wenn von den Ergebnissen wesentliche Entscheidungen legtimiert werden sollen aber niemand, außer den AuftraggeberInnen, diese „Umfrage“ zu Gesicht bekommt.
Ich spreche von der vom Wissenschaftsministerium durchgeführten Umfrage zu Studieneingangsphasen. Oder besser gesagt: zu Zugangsbeschränkungen. Mit dieser unveröffentlichten Umfrage will Hahn flächendeckende Zugangsbeschränkungen legitimieren. Die gestellten Fragen sind unbekannt, einige Antworten (angeblich finden knapp 45 Prozent der Befragten Studierendenstromregelungen durch Zugangsbeschränkungen in “bestimmten Studienrichtungen” notwendig) sollen absurderweise ausreichen, um die Schranken an Österreichs Unis ganz zu schließen. Absurd deshalb, weil in derselben Umfrage 93 Prozent der Studierenden gegen Beschränkungen für alle Studienrichtungen sind. So die ersten Umfrageergebnisse, die es dann doch in die Medien geschafft haben.
Hahn disqulalifiziert sich damit mal wieder als „Wissenschafts“minister: Denn auch die Realität der Unis zeigt: Lippenbekenntnisse zu besseren Unifinanzierung reichen nicht aus - ein sinnvolles Bildungssystem braucht ausfinanzierte Unis. Zugangsbeschränkungen können nie die Lösung sein - sie sind das Problem, gegen das wir kämpfen werden.
