wovor mir graut
Gabi am 14. Februar 2007 um 19:51ich liebe bücher. und ich liebe buchläden. aber sie sind wie gift für mich. ich komme einfach nicht an ihnen vorbei ohne kurz mal zumindest die wühltische zu durchstöbern. zu 90 % wird dann aus einem “ich schau nur mal gaaanz kurz” ein “nur ein buch, das hätt ich gern” um mich dann doch wieder mit einem ganzen packen bücher unterm arm vorm laden wieder zu finden. seit gestern überlege ich, ob ich vielleicht meinen gewohnten heimweg ändern sollte - nur damit ich an diesem laden nicht mehr vorbei gehen muss…
dabei hätte ich gestern fast glück gehabt, denn meine zimmerkollegin hatte nur eine halbe stunde vor mir das gleiche buch in händen, war jedoch willensstärker und legte das buch zurück auf den tisch… und zwar so, dass mich die auf den neongelb-blauen einband gedruckten namen einfach ansprechen mussten: anton pelinka und ruth wodak gaben 2002 unter dem titel “dreck am stecken - politik der ausgrenzung” ein buch zum wiener wahlkampf 2001 heraus. ein wahlkampf in dem antisemitismus öffentlich und nur “dürftig kodiert” als instrument der politischen auseinandersetzung verwendet wurde. aber er war weder der erste, noch der letzte. denn mit “dürftig kodiert” kennen die sich aus. wahrscheinlich werden wir uns damit auch bei den kommenden wahlen wieder konfrontiert sehen…

am 14. Februar 2007 um 22:53 Uhr.
das mit dem buchladen geht uns glaub ich allen so… ich jedenfalls kann das total nachvollziehen. übrigens will ich dieses buch ausborgen, sobald dus fertig gelesen hast!
lg eva