Warum bloggen
Elena am 28. Januar 2009 um 14:05Ein befreundeter Blogger veranstaltet gerade eine Blogparade, was an sich schon ein spannender Aspekt des Bloggens ist, zum Thema “Wem oder Was nützen Blogs?”
Neben den offensichtlichen NutzerInnen haben sich einige politikerInnen in letzter Zeit dem Bloggen gewidmet und suggerien dadurch BürgerInnennähe. Bloggen eröffnet aber vor allem durchschnittlich technisch interessierten Menschen die Möglichkeit, ihre Sicht der Welt auch der gesamten Welt mitzuteilen und sich selbst die notwenidge digitale Kompetenz anzueigenen.
Zufälligerweise war in der einzig wirklich interessanten LV die ich dieses Semester besucht habe (den Rest der LV-Zeit hab ich mit extrem lagweiligen Vorlesungen zu Wappen, Schildern, Siegeln, Archiven und ähnlichem füllen müssen um irgendwann im 6. Semester den ersten Abschnitt ab zuschließen, dazu irgendwann einmal mehr) Weblogs und das WWW und neue Medien als Instrument für HistorikerInnen Thema.
Diese LV war das was Uni einem geben soll, ich habe den Kurs heute abgeschlossen, bin von den Inhalten begeistert, habe mich davon zu einem Offensiv-Artikel inspieren lassen, einen neue Startseite und die Frage nach einer höheren sozialen Durchlässigkeit durch Einsatz von z.B. Weblogs auf der Uni.
Deshalb will ich die Frage auf den Uni-Bereich einschränken.
Bei der Frage ob neue Medien das akademische Feld sozial durchlässiger machen, ist für mich klar geworden, dass die soziale durchlässigkeit, die Möglichkeit aller auf das Internet zu zugreifen und den demokratischen prozess im WWW zu steuern, wie das euphorische Web2.0-lerInnen gerne behaupten, seine Grenezn hat . Das WWW wirkt meiner Meinung nach innerhalb der akademischen Familie sozial durchlässiger, ermöglicht also Studierenden aus ArbeiterInnenfamilien einen kulturell einfacheren Zugang, da der streng wissenschaftliche Habitus in den Ausdrucksformen und Werkzeugen aufgeweicht wird. Strenge Zitierregeln lösen sich in Verlinkungen auf. Diese Aufweichung sagt aber nichts über den Zugang zu neuen Medien und den damit verbundenn ökonimischen und damit soziale festigenden Faktor aus.
Sozialerhebung zu neue Medien sei Dank, gibt es dazu Zahlen.Die Arbeit mit neuen Medien ist mit einem Kostenaufwand verbunden, der insgesamt sehr versteckt geschieht. Damit meine ich, dass es in der Wahrnehmung von den Kosten eines Studiums ein gekauftes Buch für eine bestimmte Lehrveranstaltung viel mehr wieht als das von mir am Anfang meines Studiums gekaufte Book samt Drucker und W-Lan.
Gerade bei Online-Lehrveranstaltungen wird oft davon ausgegangen, dass alle Internetzugang haben und auch wissen wo sie sich (illegal) die notwendige Software runterladen können. Die Sozialerhebung zeigt, dass vor allem arbeitende StudentInnen, das sind immerhin 80%, StudentInnen mit Kindern oder besonderen Bedürfnissen enorme Ausgaben im Bereich “Neue Medien” haben, obwohl ihr Budget im Vergleich geringer ist. Das zum ökonomischen Aspekt.
Nachdem mich das ganze Nachdenken über soziale Durchlässigkeit ein wenig vom ursprunglichen Thema weggebracht hat, möchte vielleicht jemand anderes sich Gedanken zur Frage “Wem oder Was nützen Weblogs” machen.

am 28. Januar 2009 um 15:04 Uhr.
Hallo,
wusste gar nicht, dass du bloggst. sehr fein, danke wirklich sehr fürs mitmachen!
lg aaron
am 3. Februar 2009 um 17:23 Uhr.
[...] Barta schreibt im VSSTÖ-Wien-Blog (Einer der wenigen Organisationsblogs, die das auch halbwegs vernünfig [...]